Internetnutzer scannen eine Website nur sehr kurz, um zu entscheiden ob sie ihnen die richtigen Informationen liefert oder nicht. Das habe ich bereits in meinen Artikeln “Lesen ist nicht gleich Lesen” und “Online-Reading Extrem: Warum wir Lesen wie wir Lesen” beschrieben. John Morkes und Jakob Nielsen haben die Mechanismen des Online-Readings erforscht und drei “goldene Regeln” für gute Webtexte aufgestellt: 1. Scannbarkeit, 2. Kürze und Präzision, 3. Objektivität und Sachlichkeit . Doch wie kann ich diese Regeln in der Praxis anwenden? Und wie sollte mein Artikel demnach aufgebaut sein?
Mache deinen Artikel scannbar
Dein Artikel sollte so aufgebaut sein, dass er dem Besucher die Möglichkeit gibt, ihn schnell zu überfliegen, um dann zu entscheiden, wie wichtig die Informationen in seinen Augen sind. Weil man sich bei Webtexten auch an die Regeln des Print-Journalismus halten sollte, gilt hier: Baue deine Artikel nicht chronologisch auf, sondern wie eine umgedrehte Pyramide (auch inverted pyramid genannt). Das heißt: Schreibe das Wichtige am Anfang und die weniger wichtigen Details am Ende. Dein Artikel ist dann im Grunde in zwei Bereiche aufgeteilt. Dem Lead und dem Body.
Die Grundstruktur eines Artikels
Allgemein, sollte ein guter Webtext, also dein Artikel, ähnlich wie der einer Tageszeitung sein und aus drei Teilen bestehen: Der Headline, dem Lead und dem Body. Dabei kannst du dir den jeweils vorangehenden Teil, als Zusammenfassung des folgenden vorstellen. Der Body (der eigentliche Artikel) sollte dann alle Informationen geben. Der Lead, fasst den Body zusammen, um einen groben Überblick mit den wichtigsten Informationen zu geben. Die Headline, fasst den schon zusammengefassten Lead noch einmal auf das Wesentliche zusammen.
Die Headline
Man kann den Lead weglassen und den Body irgendwie zusammen schmeißen, aber die Überschrift muss sitzen. Einen Artikel ohne Überschrift kann sich keine Website erlauben und sollte es auch nicht darauf anlegen. Mit der Headline und dem Seitentitel wirst du von den Suchmaschinen gefunden und auch die Social Bookmark Dienste nutzen sie.
Die Headline ist wohl das schwierigste an einem Artikel. Man muss mit möglichst wenig Zeichen versuchen, den Besucher zum Lesen zu bewegen. Dabei sollte sich die Überschrift von dem ersten Satz des eigentlichen Artikels unterscheiden. Im Internet werden die Headlines oft aus dem Zusammenhang gerissen dargestellt und sollten deshalb auch dann Sinn ergeben, wenn sie alleine stehen. Dabei muss sie nicht unbedingt ein grammatikalisch richtiger Satz sein. Außerdem sollte die Headline auch halten was sie verspricht.
Zusammenfassung für die Erstellung deiner Headline:
Die Headline …
- sollte auch außerhalb des Artikels Sinn machen.
- sollte die wichtigste Information vermitteln.
- sollte den Nutzer zum Weiterlesen animieren.
- muss kein vollständiger Satz sein.
- sollte mit einem Keyword beginnen.
Wie kommst du auf deine Headlines? Hast du Schwierigkeiten eine passende Headline zu finden?



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